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Kindertageseinrichtungen

Die Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus und der Verdacht sind vom Träger der Einrichtung gegenüber dem Gesundheitsamt zu melden. In der Regel stellt der Arzt fest, ob eine Infektion oder ein begründeter Verdacht vorliegt. Das Gesundheitsamt legt lageabhängig fest, welche Maßnahmen zu ergreifen sind.

Die wichtigsten Informationen im Überblick

  • Das Bildungsministerium wird die Verantwortung für die Kindertagesbetreuung ab kommender Woche, d.h. ab dem 18. Mai 2020, wieder weitgehend in die Verantwortung der Kommunen legen. Dem entsprechenden Plan von Bildungsminister Helmut Holter hat das Kabinett am 12. Mai 2020 zugestimmt. Gleichzeitig ist auch eine Lockerung bei den Gruppengrößen an Schulen und Kindergärten möglich.

    Damit können die Kommunen nun in Eigenverantwortung bei der Wiedereröffnung der Kindergärten vorgehen. Sie können insbesondere entscheiden, wann die Kindergärten wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen können.

    „Thüringen geht damit einen großen Schritt für die Kinder und die Familien“, sagt dazu Bildungsminister Helmut Holter. „Die Entscheidung, wann welcher Kindergarten öffnet, muss vor Ort getroffen werden, ausgehend vom jeweiligen Infektionsgeschehen. Es ist auch wichtig, dass jede Einrichtungen einen Hygieneplan erarbeitet. Damit haben wir die Möglichkeit, dass alle Kinder wieder in die Kindertagesbetreuung gehen können.“

    Mit dem Eintritt eines Kindergartens in den eingeschränkten Regelbetrieb endet dort auch jeweils die Notbetreuung. „Das bedeutet, dass dann alle Kinder wieder gleichberechtigt in den Kindergarten gehen können“, so Minister Holter. „Weil der Betrieb aber eingeschränkt ist, wird es sicherlich Wechselmodelle geben. Darauf müssen sich alle einstellen: Arbeitgeber und Behörden, die die Belange der Familien auch weiterhin besonders berücksichtigen müssen, sowie diejenigen, die bisher vollen Zugang zur Notbetreuung hatten.“

    Die vom Kabinett beschlossene Regelung sieht auch vor, dass bis zum 15. Juni alle Kindergärten wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen müssen, sofern örtliche Gesundheitsbehörden nicht anderes entscheiden. Sollten, beginnend ab dem 18. Mai, Kindergärten in eigener Verantwortung auf den eingeschränkten Regelbetrieb umstellen wollen, ist diesem Wunsch durch die Träger zu entsprechen.

    Die bisher als Höchstgrenze für Gruppen an Schulen und Kindergärten geltende Zahl 10 gilt nicht mehr. Für Schulen gilt nun, dass sich die Größe der Gruppe nach der Größe des Klassen- oder Prüfungsraums richtet. „Ist das Abstandsgebot eingehalten, können sich auch mehr Schülerinnen und Schüler in einem Raum aufhalten“, so Minister Holter.

    Für Kindergärten wird es einen Quadratmeterschlüssel als Empfehlung an die Träger geben. Je Kind bis zum vollendeten dritten Lebensjahr soll danach eine Mindestfläche von sechs Quadratmeter und je Kind ab dem vollendeten dritten Lebensjahr eine Mindestfläche von vier Quadratmetern gelten. Je nach zur Verfügung stehenden Räumen bemisst sich dann die Gruppengröße. „Wir wandeln also die laut Kitagesetz ohnehin bestehende Größe der pädagogischen Nutzfläche ab, um vorbeugenden Infektionsschutz in den Einrichtungen gewährleisten zu können“, so Minister Holter.

    Die Notbetreuung an Schulen wird bis auf Weiteres fortgesetzt.

    Medieninformation - Kinderbetreuung wechselt in kommunale Verantwortung. Größere Gruppen an Schulen und Kindergärten möglich

    Zur Übersicht der einzelnen Kommunen und kreisfreien Städte

    Mit den Kindertageseinrichtungen beschäftigt sich § 7 der Thüringer Verordnung zur Freigabe bislang beschränkter Bereiche und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (ThürSARS-CoV-2-MaßnFortentwVO) vom 12. Mai 2020.

    Ausnahmen

    Nachdem die Thüringer Landesregierung 4. Mai weitere vorsichtige Lockerungen beschlossen hat, ist die erlaubnispflichtige Kindertagespflege, also die Betreuung durch Tagesmütter und -väter, wieder geöffnet. Für die genaue Umsetzung dieser Öffnung unter den derzeitigen Rahmenbedingungen sind nun die Jugendämter als örtliche Träger der öffentlichen Jugendhilfe zuständig. In der Regel werden diese nun ggf. gemeinsam mit dem örtlichen Gesundheitsamt geeignete Hygienestandards definieren. Den Tagespflegepersonen wird empfohlen, sich an die jeweils örtlichen Behörden zu wenden.

    Stationäre Einrichtungen der Erziehungshilfe und der Eingliederungshilfe für behinderte Kinder und Jugendliche sind von einer Schließung nicht betroffen. Die Regelungen gelten vorbehaltlich anderer Entscheidungen der örtlichen Behörden und Träger.

  • Das Thüringer Kabinett hat am 24. März 2020 die Grundsatzentscheidung getroffen, dass die Elternbeiträge für Kindergärten und Horte für die Zeit der derzeitigen Schließungen den Kommunen und freien Trägern erstattet werden. Die Entscheidung macht es  möglich, dass Eltern in Thüringen keine Gebühren für die Zeit der Schließung zahlen müssen.

    Das Land hat sich am 3. April 2020 mit dem Gemeinde- und Städtebund und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege auf einen Kindergartenpakt zur finanziellen Abfederung der Kindergartenschließungen verständigt. Das bringt Sicherheit für Erzieherinnen und Erzieher. Kommunen und Träger können ihnen so weiter das volle Gehalt zahlen. 

    Medieninformation - Land schließt Kindergartenpakt mit Kommunen und Trägern 

    Das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport hat am Donnerstag die seinen Bereich betreffenden Anmeldungen für den Thüringer Corona-Rettungsschirm an das Thüringer Finanzministerium weitergeleitet. Das Finanzpaket hat ein Volumen von 76 Millionen Euro.

    Medieninformation - Finanzbedarf für Schulen, Kindergärten, Kinder- und Jugendhilfe sowie Sport für Thüringer Rettungsschirm definiert


  • Ab dem 18. Mai 2020 entscheiden die Kommunen, wann die einzelnen Kindertageseinrichtungen in den eingeschränkten Regelbetrieb übergehen, an dem alle Kinder gleichberechtigt teilnehmen.

    Die Wiederaufnahme des eingeschränkten Regelbetriebes soll bis spätestens 15. Juni erfolgen. Mit dem Eintritt eines Kindergartens in den eingeschränkten Regelbetrieb endet dort jeweils die Notbetreuung.

    Medieninformation - Kinderbetreuung wechselt in kommunale Verantwortung. Größere Gruppen an Schulen und Kindergärten möglich

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    Während der Durchführung der Notbetreuung gilt:

    Es werden nur Krippen-, Kindergarten und Schulkinder bis zur Klasse 6 betreut. Ältere Kinder können an der Notbetreuung nicht teilnehmen. Ausnahmen von der Altersgrenze sind im Einzelfall möglich, wenn ältere Kinder wegen einer Behinderung der Betreuung bedürfen.

    Folgende Kinder dürfen ab dem 27. April 2020 an der Notbetreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespersonen teilnehmen:

    Gruppe A+

    • Kinder, bei denen ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von Kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist oder Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden.

    Gruppe A

    • Kinder von Eltern, die im medizinischen, pflegerischen Bereich oder in Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit arbeiten, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist.

    Gruppe B

    • Kinder von Eltern, die in ausführenden Hinweisen genannten definierten Bereichen der sog. kritischen Infrastruktur arbeiten und dort unabkömmlich sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist.
    • Kinder von Eltern, die als pädagogisches Personal in Schulen oder Kindertageseinrichtungen arbeiten und dort in der Präsenzbeschulung oder Notbetreuung eingesetzt sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist.
    • Kinder von Schülerinnen, Schülern, Auszubildenden oder Studierenden sowie Anwärterinnen und Anwärtern, die wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Auch hier ist die Voraussetzung, dass auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist.

    Gruppe C

    • Kinder, deren Betreuung aus Gründen des Kinderschutzes angezeigt ist.

    Hinweis: Die Notbetreuung steht auch Kindern offen, deren Eltern in zwei verschiedenen Gruppen tätig sind, sodass eine/r zu Gruppe A und eine/r zu Gruppe B gehört.

    Die maximale Gruppengröße für die Notbetreuung in den Kindertageseinrichtungen und Schulen wird angepasst und auf zehn Kinder pro Gruppe bzw. Klasse oder Kurs beschränkt.

    Ab 18. Mai 2020 erfolgt eine Erweiterung der Notbetreuung: Zusätzlich können ab dann alle Vorschulkinder und ihre Geschwister in die Notbetreuung aufgenommen werden, unabhängig davon, ob ihre Eltern zum definierten Berechtigtenkreis gehören.

    Weitere Informationen beim Thüringer Bildungsministerium

    Das Betretensverbot für bestimmte Personen gilt fort. Soweit nicht auf Ebene der Gebietskörperschaften strengere Verfügungen gelten, dürfen folgende Kinder die Schulen und Kindertageseinrichtungen auch im Rahmen der Notbetreuung nicht betreten:
     

    • mit dem Corona-Virus Infizierte,
    • Personen mit direktem Kontakt zu an COVID-19 Erkrankten oder mit Corona Infizierten in den ersten 14 Tagen nach dem Kontakt,
    • Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach RKI in den ersten 14 Tagen nach der Rückkehr,
    • Personen mit allgemeinen Erkältungssymptomen, solange die Symptome andauern.

    Über die Aufnahme in die Notbetreuung entscheidet die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung bzw. die Kindertagespflegeperson. Beschwerden bearbeiten die Schul- bzw. Jugendämter.

  • Umgang mit Kindern, die Symptome zeigen

    Hinweise für Pädagogen

    1. Kind isolieren (separater Raum, Körperkontakt vermeiden)
    2. Eltern informieren (an Geschwister denken)
    3. Gesundheitsamt informieren
    4. Information des zuständigen Einrichtungsträgers
    5. Für Eltern: Vor einem Arztbesuch, die Arztpraxis telefonisch kontaktieren und Besuch ankündigen. Nicht ins volle Wartezimmer setzen!
    6. Eigenschutz mittels Hygienemaßnahmen verbessern.

    Fachliche Weisung während der Schließungen

    Schulen und Kindertagesseinrichtungen sind verpflichtet, eine Notbetreuung in kleinen Gruppen für Kinder, deren Eltern in sog. kritischen Infrastrukturen tätig sind, zu gewährleisten. In der Begründung des TMASGFF für diese Anweisung heißt es: „Um kritische Infrastrukturen aufrecht zu erhalten, insbesondere die medizinische Versorgung und die öffentliche Sicherheit und Ordnung uneingeschränkt sicherzustellen, müssen Einschränkungen im Personalbestand der zuständigen Einrichtungen und Behörden weitestgehend vermieden werden. Aus diesem Grund wird eine Notfallbetreuung für Kinder gewährleistet, deren beide Elternteile oder allein erziehungsberechtigter Elternteil in den genannten Bereichen tätig ist.“

    Weiterführende Infomationen erhalten Sie auf der Homepage des Thüringer Bildungsministeriums.

    Meldepflichten und Informationswege

    Es gilt sicherzustellen, dass alle Erziehungsberechtigten zeitnah und in geeigneter Form über die Schließung und das weitere Vorgehen informiert werden (z. B. E-Mail-Verteiler, Elternbeiträte) und dass die Schule über die übliche Telefonnummer sowie Mailadresse während der üblichen Zeiten erreichbar bleibt. Die Leitungen von Schulen und Kindertageseinrichtung benennen erstmals am 17. März 2020 die Notbetreuungseinrichtungen. Die Übersicht ist fortlaufend – mindestens einmal wöchentlich – zu aktualisieren.

    Für Kindertageseinrichtungen erfolgt die Meldung ausschließlich elektronisch an: Doreen.Froebe@tmbjs.thueringen.de.

    Für die Schulen erfolgt die Meldung über die Schulämter.

    Schrittweise Öffnung ab 27. April 2020 - Verantwortung ab 18. Mai wieder bei den Kommunen

    Informationen u. a. zum Umgang mit Risikogruppen unter dem betreuenden Personal, zu Hygienemaßnahmen und Vorgaben zum Sanitärbereich finden Sie hier:

    Medieninformation - Schrittweise Öffnung der Schulen und Kindergärten in Thüringen

    Ab dem 18. Mai 2020 wechselt die Verantwortung der Kinderbetreuung wieder in kommunale Verantwortung. Die Öffnung zu einem eingeschränkten Regelbetrieb soll in den Einrichtungen bis 15. Juni 2020 erfolgen.

    Der Betrieb einzelner Kindertageseinrichtungen kann auf Anordnung des zuständigen Gesundheitsamts wieder beschränkt oder ausgesetzt werden, wenn das Infektionsgeschehen eine solche Maßnahme erfordert.

    Medieninformation - Kinderbetreuung wechselt in kommunale Verantwortung. Größere Gruppen an Schulen und Kindergärten möglich

    Zur Übersicht der einzelnen Kommunen und kreisfreien Städte

    Mit den Kindertageseinrichtungen beschäftigt sich § 7 der Thüringer Verordnung zur Freigabe bislang beschränkter Bereiche und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 (ThürSARS-CoV-2-MaßnFortentwVO)vom 12. Mai 2020.

    Kostenaspekte

    Finanzhilfen für genehmigte Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege nach den §§ 21 ff. ThürKitaG wird weitergezahlt, solange der Einrichtungsbetrieb vorübergehend wegen der Auswirkungen des Corona-Virus eingestellt werden muss. Im Übrigen bereitet die Landesregierung zu allen Kostenaspekten der Corona-Ausbreitung derzeit Lösungen vor.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Thüringer Bildungsministeriums.

    Kindergartenpakt verabschiedet

    Das Land hat sich am 03.04. mit dem Gemeinde- und Städtebund und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege auf einen Kindergartenpakt zur finanziellen Abfederung der Kindergartenschließungen verständigt. Das bringt Sicherheit für Erzieherinnen und Erzieher. Kommunen und Träger können ihnen so weiter das volle Gehalt zahlen. Bildungsminister Helmut Holter begrüßt die Einigung: „Die Kindergärten sind zwar zu, aber die Arbeit darin geht weiter. Nicht nur, weil inzwischen fast 5.000 Kindergartenkinder in Notbetreuung sind, sondern auch, weil Erzieherinnen und Erzieher auch abseits der Notbetreuung wichtige Arbeit verrichten. Deshalb sollen sie auch keine Nachteile durch die Schließungen haben. Ich danke den Partnern des Pakts und auch den Gewerkschaften für das gemeinsam erreichte Ergebnis.“ 

    Zur Medieninformation des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport

    Infografiken zum Aushängen in Einrichtungen

    Hier finden Sie Infografiken auf infektionsschutz.de (auch speziell für Kinder) zum Ausdrucken und zum Aushängen in Einrichtungen.

    Das Institut für Hygiene und Öffentliche Gesundheit der Universität Bonn bietet auf der Webseite Hygiene-Tipps für Kids Infomaterial für Kinder, Einrichtungen und Eltern.

     

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