Krankenhaus

Krankenhäuser

    Die nach der Einstufung der Coronavirus-Infektion als Pandemie notwendigen Veränderungen bei der ärztlichen und klinischen Versorgung werden schrittweise wieder in den Regelbetrieb überführt.

    Dazu liegt ein Stufenkonzept vor.  An allen allgemeinversorgenden Krankenhäusern sollen 25 Prozent der gegenwärtig vorhandenen Intensivbehandlungskapazitäten weiterhin für die Behandlung von COVID-19-Patienten frei gehalten werden.

    Die wichtigsten Informationen im Überblick

    • Das Thüringer Gesundheitsministerium hat ein Konzept vorgelegt, dass es den Krankenhäusern ab sofort ermöglicht, schrittweise in die Regelversorgung zurückzukehren. Für die erste Stufe gilt:

      • An allen allgemeinversorgenden Krankenhäusern sollen 25 Prozent der gegenwärtig vorhandenen Intensivbehandlungskapazitäten weiterhin für die Behandlung von COVID-19-Patienten frei gehalten werden.
         
      • Die zusätzlich genehmigten Intensivbehandlungsbetten dürfen nicht zurückgebaut werden. Ausnahmen sind umgewidmete Aufwachräume, die mit Aufnahme des regulären OP-Betriebs wieder ihrer ursprünglichen Funktion zuzuführen sind.
         
      • An allen allgemeinversorgenden Krankenhäusern wird mindestens eine Normalpflegestation als räumlich abgeschlossene Einheit für die Behandlung von COVID-19-Patienten frei gehalten.
         
      • Für stationäre und ambulante elektive Eingriffe an den Allgemeinkrankenhäusern können bis zu 70 Prozent der stationären OP-Kapazitäten geöffnet werden.
         
      • Chirurgische Tageskliniken können vollständig geöffnet werden, soweit für diese räumlich von der zentralen OP-Abteilung getrennte Aufenthalts- und Behandlungsbereiche vorhanden sind.
         
      • Die orthopädischen Fachkrankenhäuser in Arnstadt, Bleicherode und Eisenberg können ihre stationären OP-Kapazitäten vollständig öffnen.
         
      • Alle anderen Fachkrankenhäuser (Level-3-Kliniken) können die reguläre Krankenhausbehandlung wieder aufnehmen. Auch in diesen Krankenhäusern ist für den Fall, dass bereits in Behandlung befindliche Patienten mit COVID-19 infiziert werden, eine Station als räumlich abgeschlossener Behandlungsbereich vorzuhalten.

      Weitere Festlegungen hat das Ministerium am 18.05.2020 in einer Medieninformation veröffentlicht:

      Medieninformation - Thüringer Krankenhäuser kehren schrittweise zum Regelbetrieb zurück

      Besuchsregelungen

      Derzeit sind Besuche in Krankenhäusern, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sowie stationären Einrichtungen der Pflege und besonderen Wohnformen für Menschen mit Behinderung (nach § 2 Thüringer Wohn- und Teilhabegesetz) weitestgehend untersagt. Es ist maximal ein registrierter Besuch pro Patient oder Bewohner pro Tag für bis zu zwei Stunden mit Schutzmaßnahmen und Hygieneunterweisung zulässig. Besuche von Personen unter 16 Jahren, Personen mit Atemwegsinfektionen oder von Personen, die Kontakt zu einer mit dem Virus SARS-CoV-2 infizierten Person hatten und daher als Ansteckungsverdächtige gelten, sind untersagt.

      Für medizinische und ethisch-sozial angezeigte Besuche, insbesondere Besuche von Geburts-, Kinder- und Palliativstationen oder Hospizen, können abweichende Regelungen von der Einrichtung getroffen werden, sofern ein ausreichend hoher Infektionsschutz sichergestellt ist.

    • Krankenhäuser in öffentlicher, privater und frei-gemeinnütziger Trägerschaft in Thüringen sind verpflichtet, ihre intensivmedizinischen Kapazitäten oder Beatmungsmöglichkeiten dem Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V. (DIVI IntensivRegister) zu melden. Rechtsgrundlage hierfür ist die Verordnung zur Aufrechterhaltung und Sicherung intensivmedizinischer Krankenhauskapazitäten  - DIVI IntensivRegister-Verordnung - des Bundesministeriums für Gesundheit.

      Die Zahl freier Intensivbetten wird damit bundeseinheitlich und tagesaktuell über das DIVI IntensivRegister erfasst und kann öffentlich eingesehen werden.

      Gibt es genügend freie Krankenhausbetten? Wie funktioniert die Beschaffung und Verteilung von Schutzausrüstung? Diese Fragen beantwortet Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner in einem Video.

    • Unser Gesundheitssystem ist auch während der Corona-Epidemie unbedingt auf Blutspenden angewiesen. Denn ohne Blutspenden kann die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert werden. Blutspenden sind also weiterhin möglich. Personen mit Atemwegserkrankungen sind jedoch abzuweisen.

      Eine Übersicht der für Blutspende zuständigen Organisationen und staatlich-kommunalen und universitären Blutspendedienste bietet das

      Bundesministerium für Gesundheit.

      Zum Blutspendedienst des DRK

    • Angesichts der aktuellen Corona-Pandemie stellt sich für viele Bürgerinnen und Bürger die Frage, ob es sinnvoll ist, eine Patientenverfügung zu verfassen. Vielleicht haben sie auch schon vor längerer Zeit eine Patientenverfügung erstellt und überlegen nun, konkrete Bestimmungen für den Fall aufzunehmen, dass die medizinische Behandlung einer SARS-CoV-2 Virus-Erkrankung erforderlich werden sollte.

      Allgemeine Informationen zu Patientenverfügungen und eine Broschüre zum Thema beim

      Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz

    • Das Thüringer Gesundheitsministerium unterstützt im Zuge der COVID-19-Pandemie das Projekt #pflegereserve. Fachkräfte aus der Pflege und Personen mit anderen pflegenahen Qualifikationen, die derzeit nicht in einem Pflegeberuf arbeiten, können sich auf diesem Weg in Krankenhäuser sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen vermitteln lassen.

      Hintergrund

      Die Plattform #pflegereserve ist eine Initiative aus der Zivilgesellschaft und wird von der Bertelsmann Stiftung betrieben. Die Plattform wird unterstützt u.a. vom Deutschen Pflegerat und der neuen Bundespflegekammer.

      Zum offiziellen Aufruf #pflegereserve und zur Registrierungsplattform

    Hotlines

    Thüringer Landesamt für Verbraucherschutz
    0361 573-815099
    (Montag bis Freitag von 9:00 - 12:00 Uhr und von 13:30 - 15:00 Uhr)

    Bundesministerium für Gesundheit
    030 346 465
    (Mo-Do: 8-18 Uhr, Fr: 8-12 Uhr)

    Unabhängige Patientenberatung
    0800 0 11 77 22
    (Mo - Fr: 8-22 Uhr, Sa: 8-18 Uhr)

    Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung
    Behördennummer 115 (www.115.de)

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