Im Hintergrund (links) zahlt eine Dame mit Mundschutz Eintritt an einem Eingangstresen eines Museums. Hinweisschilder auf Sicherheitsabstand stehen hinter ihr. Im Vordergrund (rechts) steht ein weißes Hinweisschild auf die im Museum einzuhaltenden Hygienevorschriften.

Informationen für Einzelunternehmer, Kulturschaffende und gemeinnützige Organisationen

Aktuelle Informationen im Überblick

Corona-Soforthilfeprogramm für gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen: Der Freistaat Thüringen hat eine Richtlinie über die Gewährung von Billigkeitsleistungen an gemeinnützige Thüringer Einrichtungen und Organisationen zur Minderung von finanziellen Notlagen infolge der Corona-Pandemie 2020 erlassen. Mit der Bestimmung wird auch ein Soforthilfeprogramm für privatrechtlich organisierte gemeinnützige Thüringer Einrichtungen sowie Träger aus den Bereichen Jugend, Soziales, Kunst und Kultur, Bildung, Sport und Medien aufgelegt, das sich an diejenigen richtet, die von der Soforthilfe des Bundes und des Freistaats Thüringen bislang nicht erfasst werden.

Anträge können noch bis 31. Mai 2020 eingereicht werden.

Medieninformation - 2,5 Millionen Euro Corona-Hilfe für gemeinnützige Einrichtungen in Thüringen – Antragsfrist endet am 31.05.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Thüringer Bildungsministeriums.

Bei Absage von Kulturveranstaltungen werden touristische Marketingmittel durch das Land Thüringen nicht zurückgefordert. Zur Medieninformation.

  • Seit dem 4. Mai 2020 sind Musikschulen und Jugendkunstschulen für den Einzelunterricht und Unterricht in Kleinstgruppen wieder geöffnet.

    Die Handlungsempfehlungen für die Wiedereröffnung der Thüringer Museen finden Sie auf der Seite des Museumsverbandes Thüringen.

    Weitere Öffnungen von von Freizeit- und Sporteinrichtungen sowie kleineren private oder öffentlichen Feiern hat die Thüringer Landesregierung am 6. Mai beschlossen. In Thüringen sollen künftig die Landkreise und kreisfreien Städte die Entscheidungen treffen, die auf der Grundlage von Hygiene- und Abstandskonzepten sowie konkreten Schutzmaßnahmen zum Pandemiemanagement erforderlich sind.

    Seit dem 13. Mai dürfen alle Einrichtungen und Angebote öffnen, die ein Schutz- und Hygienekonzept vorweisen können und die in der Maßnahmenfortentwicklungsverordnung nicht gesondert geregelt sind.

    Thüringer Verordnung zur Freigabe bislang beschränkter Bereiche und zur Fortentwicklung der erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2

    Medieninformation - Kabinett beschließt weitere Lockerungen und stärkt Eigenverantwortung der Kommunen im Pandemiemanagement

    Zur Übersicht der einzelnen Kommunen und kreisfreien Städte

    Großveranstaltungen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kirmes-Veranstaltungen bleiben bis zum 31. August untersagt.

    Theatern und Orchestern, mit denen der Freistaat einen Theatervertrag abgeschlossen hat, bleiben in der laufenden Spielzeit und bis zum 31. August 2020 ebenfalls geschlossen.

  • In diesem Brief vom 25. April 2020 wendet sich Kulturstaatssekretärin Tina Beer an die Kulturschaffenden Thüringens:

    Brief von Kulturstaatssekretärin Tina Beer an die Kulturverbände Thüringens

    Viele Fragen von Kulturinstitutionen wie der freien Theaterszene, der freien Orchester, Chöre und vielen anderen mehr können derzeit leider noch nicht beantwortet werden. Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff und Kulturstaatssekretärin Tina Beer haben in einem Video-Call mit Vertreterinnen und Vertretern der Kulturszene viel Zuspruch erhalten und die drängenden Probleme klar benannt. „Wir sind überzeugt, dass nur mit der seit Beginn der rot-rot-grünen Landesregierung praktizierten Strategie der partizipativen Kulturpolitik diese Krise gemeinsam bewältigt werden kann. Deshalb werden wir unsere Kommunikation noch mehr intensivieren“, sagt Hoff.

  • Einen Debattenbeitrag von Thüringens Kulturminister Hoff finden Sie auf der Webseite der Freitag.

  • Die Bundesregierung will mit Maßnahmen in Milliardenhöhe Arbeitnehmer und Unternehmen vor den Folgen des Coronavirus schützen. Zu den beschlossenen Schritten gehören die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes, Liquiditätshilfen und die Stundung von Steuerzahlungen, die auch der Kultur- und Kreativwirtschaft zugutekommen sollen. Dazu treten verschiedene Maßnahmen zur Existenzsicherung von Kulturschaffenden.

    Alle Maßnahmen und weitere Informationen finden Sie hier.


    Auch die Kulturstaatssekretärin Tina Beer sichert Unterstützung für Thüringer Kulturschaffende zu. Zur Medieninformation.

  • An die Akteure der Thüringer Medienwirtschaft

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie Sie alle den Medien entnehmen konnten, breitet sich das Corona-Virus COVID-19 gegenwärtig in Deutschland aus. Obgleich Thüringen bisher nur
    mit geringen Zahlen Infizierter betroffen ist, sind präventive Maßnahmen zuergreifen. Im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus ist es vorrangiges Ziel, die weitere Ausbreitung zu verlangsamen, um Zeit zu gewinnen für die Aufgabenwahrnehmung des Gesundheitssystems und die Entwicklung von Impfstoffen.

    Dadurch wird zunehmend auch der Alltag in Ihren Kultureinrichtungen betroffen. Aus Sicht des Bundes und der Länder sollten Entscheidungen wie z.B. über die Durchführung von Veranstaltungen trotz unserer föderalen Struktur weitgehend harmonisiert getroffen werden. Die Kulturbehörden der Länder und des Bundes stehen in engem Austausch miteinander. Gleichwohl können aufgrund der sehr dynamischen Lage der Pandemie nicht alle Fragen unmittelbar beantwortet werden. Auch die Behörden stützen sich auf die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts.
    Wir bitten Sie deshalb, ebenfalls das RKI und seine Empfehlungen als maßgebliche Quelle für Orientierung und Entscheidung zu nutzen.

    Die Zuständigkeit zur Veranlassung von Maßnahmen hinsichtlich Veranstaltungen obliegt den Veranstaltern sowie den zuständigen Behörden vor Ort.
    Aktuell sind alle öffentlichen Veranstaltungen (Konzerte, Vorträge, Theater- und Kinoaufführungen etc.) im Freistaat behördlich untersagt. Bitte nehmen Sie im Zweifel Kontakt mit der für Sie zuständigen Ordnungsbehörde oder dem Landesverwaltungsamt Weimar auf. Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie informiert ausführlich auf seiner Webseite.

    Weiterhin besteht die Möglichkeit, sich die Hotline des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz wenden: 0361 / 57 – 381 50 99.

    Informationen über mögliche Wirtschaftshilfen der Bundesregierung, insbesondere über das Maßnahmepaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus („Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen“), sind hier abrufbar.

    Wirtschaftshilfen für Thüringer Unternehmen im Zusammenhang mit COVID-19 finden Sie hier.
    Auch die Thüringer Aufbaubank hat montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie samstags von 8.00 Uhr bis 13.00 Uhr folgende Telefon-Hotline geschaltet: 0800 / 534 56 76.

    Die Thüringer Agentur für Kreativwirtschaft (ThAK) hat unter dem Link nützliche Informationen über Hilfen für Kreativschaffende zusammengestellt.

    Eine Übersicht der Mitteldeutschen Medienförderung (MDM) zu Corona-Hilfen finden Sie hier.

    Ich versichere Ihnen, dass die Thüringer Staatskanzlei zu ihren Förderzusagen steht, die im Rahmen der „Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus Mitteln des Freistaats Thüringen zur kulturellen Filmförderung und zur Medienförderung im audio-visuellen Bereich“ von der TSK ausgesprochen worden sind. Vor Entscheidung über die Absage einer geförderten Veranstaltung bzw. Abbruch eines Projekts ist in jedem Fall der Zuwendungsgeber zu konsultieren. Dabei ist zu prüfen, ob das Projekt ggfs. auch durch zeitliche Verschiebung, Verringerung des Aufwands / der Teilnehmer oder auch durch Nutzung digitaler Hilfsmittel durchgeführt werden kann. Einzelheiten sind mit den zuständigen Kolleginnen und Kollegen zu klären. Bitte achten Sie in diesem Zusammenhang auch darauf, dass von den durch uns gewährten Zuwendungen und Förderzusagen auch Dritte, die durch Sie engagiert wurden und die als Selbständige in besonderer Weise von den Veranstaltungsabsagen betroffen sind, partizipieren. In diesen Fällen bitten wir Sie, die jeweilige rechtliche Vertragssituation wohlwollend zu prüfen.

    Zu darüber hinausgehenden allgemeinen Fragen, wie Risikobewertung, Hygieneverhalten oder Symptomatik verweise ich nachstehende Informations-
    Plattformen:

    1. Auf der Seite des Robert-Koch-Instituts finden Sie viele Informationen zur Risikobewertung und zum Infektionsschutz

    2. Informationen zum Arbeitsschutz gibt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin

    3. Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung gibt auf ihrer Seite Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung

    4. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantwortet häufig gestellte Fragen

    5. Auch das Bundesgesundheitsministerium hält zahlreiche Informationen bereit

    6. Für Auslandsreisen finden Sie weiterführende Informationen auf der Seite des Auswärtigen Amtes

    Bitte prüfen Sie regelmäßig die o.a. angegebenen Websites. Zu gegebener Zeit werden wir weitere Informationen, insbesondere zu möglichen Unterstützungsleistungen, zur Verfügung stellen. In der Anlage finden Sie zudem einige Hinweise zu zuwendungsrechtlichen Regelungen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Im Auftrag

    Dr. Oliver Laqua
    RL Medienwirtschaft und Medienstandort

    Anlage: Zuwendungsrechtliche Regelungen und Empfehlungen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus

    Alle im Rahmen der „Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen aus Mitteln des Freistaats Thüringen zur kulturellen Filmförderung und zur Medienförderung im audio-visuellen Bereich geförderten Projekte“ geförderten Projektträger sind aufgefordert, entsprechend den nachfolgenden Empfehlungen des Robert Koch-lnstituts (RKI) zu verfahren:

    •  An COVID-19 erkrankte Personen — sowohl Mitarbeiterinnen als auch Teilnehmerinnen sollten die Projekträume nicht betreten. Sie unterliegen als Erkrankte der Zuständigkeit der Gesundheitsämter.
    • Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen direkten Kontakt (mindestens 15 Minuten Gespräch mit Blickkontakt über kurze Distanz) zu einer Person hatten, bei der das Corona Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten das Projekt innerhalb von 14 Tagen nach diesem Kontakt nicht betreten.
    • Personen, die sich in einem vom RKI ausgewiesenen internationalen Risikogebiet aufgehalten haben (sollten), sollten die Projekträume für insgesamt 14 Tage nach Rückkehr aus diesen Gebieten nicht betreten.
    • Personen, die an allgemeinen Erkältungssymptomen leiden (Schnupfen, Husten etc.), sollten die Projekträume nicht betreten, solange die Symptomatik anhält.

    Es werden von Seiten des Zuwendungsgebers weiterhin folgende vorübergehende Regelungen getroffen:

    • Auf die Durchführung von Gruppenveranstaltungen und persönlichen Gesprächen sollte im Rahmen der Projektarbeit nach Möglichkeit verzichtet werden. Stattdessen sollten Telefonkonferenzen und digitale Kommunikationsmedien genutzt werden.
    • Ein Fernbleiben von Teilnehmenden im Sinne der zuvor beschriebenen Maßnahmen wird nicht als Verletzung der Pflichtpräsenz/ Pflichtkontakte, sondern als „entschuldigtes Fehlen" gewertet. Die Gründe und der Zeitraum des Fehlens sind zu dokumentieren.
    • Es sollten bei den zuvor genannten Personen keine Hausbesuche bzw. Termine mit/bei externen Projektpartnern durchgeführt werden. Regelmäßiger Kontakt zu den betreffenden Teilnehmenden kann telefonisch gehalten sowie dokumentiert werden und wird als persönlicher Kontakt gewertet.
    • Lässt sich die Projektarbeit auch auf der Basis telefonischer Kontakte, Online oder per Email realisieren, so sind diese anerkennungsfähig. Eine entsprechende Mitteilung über derartige vorübergehende Änderungen an die TSK ist erforderlich.
    • Ist mit dem Verzicht auf persönliche Kontakte und Gruppenveranstaltungen oder wegen des Fehlens solcher technischen Möglichkeiten die Erfüllung des Zuwendungszwecks nicht mehr möglich oder ausgeschlossen, so kann die Projektumsetzung ausgesetzt werden. Diese Entscheidung können Sie als Träger eigenverantwortlich treffen. Bitte teilen Sie diese Entscheidung der TSK mit und zahlen Sie bereits abgerufene und in diesem Rahmen absehbar nicht mehr verbrauchbare Mittel unverzüglich zurück, um Überschreitungen der 2-Monats-Frist so gering wie möglich zu halten.
  • Wie können finanzielle Einbußen kompensiert werden, wie kann ich die Kosten meiner Galerie, meiner privaten Musikschule, des Theaterbetriebs sichern?

    Bund und Länder schaffen Möglichkeiten der Kompensation für Kultureinrichtungen und freie Kulturakteur/innen.

    Hilfspaket Thüringen

    Der Freistaat Thüringen gewährt ab sofort Billigkeitsleistungen zur Bewältigung oder Minderung von finanziellen Notlagen infolge von Schäden, die durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie 2020 entstanden sind. Danach können alle im Haupterwerb tätige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie alle im Haupterwerb tätige Angehörige freier Berufe und der Kreativwirtschaft, soweit sie den Wirtschaftszweigen M71-M74, P85.5 oder R90 nach der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) zuzuordnen sind. Damit sind Soforthilfen ab 5.000 € für Solounternehmer im Bereich der kreativen, künstlerischen und unterhaltenden Tätigkeiten erfasst (R90).

    Von dieser ersten Regelung nicht erfasst sind bislang die Kulturbetriebe und Vereine, die keine Gewerbenummer haben. Es wird daher kurzfristig entschieden, ob und inwieweit diese Fälle in einer weiteren Soforthilfe-Richtlinie erfasst werden können.


    Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige

    Der Bund wird eine „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ auf den Weg bringen. Vorgesehen ist die endgültige Beschlussfassung derzeit für den 27. März 2020, weitere Informationen folgen dann.

    Nach derzeitigen Informationen soll die Bundesförderung über die Länder administriert werden. Es wird demnach keine „zusätzliche Bundesförderung“ geben. Die im Soforthilfeprogramm des Landes ausgewiesenen Einmalzahlungen für die Unternehmen unter 10 Mitarbeitenden werden nach Verabschiedung des Bundesprogramms voraussichtlich aber angehoben.
     

    Kann ich für meinen künstlerischen Betrieb Kurzarbeit beantragen?

    Der Bund hat kurzfristig Erleichterungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld beschlossen:
    Zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit - Kurzarbeit

    Auch Kultureinrichtungen, soweit sie privatrechtlich organisiert sind, können sich dazu an die für sie zuständige Agentur für Arbeit wenden. Sowohl die Mitteilung von Kurzarbeit als auch die eigentliche Antragsstellung können online erfolgen, wenn der Arbeitgeber bei der Bundesagentur für Arbeit registriert ist:
    Zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit - Kurzarbeitergeld

    Das Kurzarbeitergeld berechnet sich nach dem Nettoentgeltausfall. Die Kurzarbeitenden erhalten grundsätzlich 60 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt beträgt das Kurzarbeitergeld 67 % des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Aufstockungen des Kurzarbeitergeldes sind möglich.

    Sofern der Zuwendungsempfänger Kurzarbeitergeld bis zur Höhe der üblicherweise im Bewilligungsbescheid anerkannten Vergütung aufstockt, führt dies nicht zu einer Reduzierung der zuwendungsfähigen Ausgaben.

    Fragen und Antworten zur Kurzarbeit und Qualifizierung, finden Sie unter folgendem Link; insbesondere Seite 5 ist für Kulturschaffende und gemeinnützige Unternehmen wie Vereine relevant:

    FAQs zum Kurzarbeitergeld (PDF, 169 KB, nicht barrierefrei)


    Kann ich Arbeitslosengeld beantragen?

    Freiberufliche Künstler/innen haben als Selbständige grundsätzlich die Möglichkeit, sich freiwillig gegen Arbeitslosigkeit zu versichern. Dann können bei Vorliegen der Voraussetzungen Leistungen als „Arbeitslosengeld I“ beantragt werden. Der Antrag kann online gestellt werden.
    Zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosengeld


    Wie kann ich meinen Lebensunterhalt sichern, wenn ich weder Kurzarbeitergeld noch Arbeitslosengeld oder sonstige Unterstützung erhalte? 

    Die Bundesregierung und die Länder haben sich vorübergehend auf einen vereinfachten Zugang zur Grundsicherung geeinigt.
    Unter anderem sind folgende, befristete Änderungen geplant – diese Informationen sind noch vorläufig und vorbehaltlich der gesetzlichen Beschlüsse:

    Wer ab dem 1. März bis einschließlich zum 30. Juni 2020 einen Neuantrag auf Grundsicherung stellt, für den entfällt für die ersten 6 Monate die Vermögensprüfung, wenn erklärt wird, dass kein erhebliches Vermögen verfügbar ist.

    In den ersten 6 Monaten des Leistungsbezugs werden die Ausgaben für Miete und Heizung in tatsächlicher Höhe anerkannt.

    Kinderzuschlag (KiZ) als Alternative zur Grundsicherung erhält, wessen Einkommen zwar für ihn selbst, nicht aber für seine Familie reicht. Bei Neuanträgen ist nun nur noch das Einkommen des letzten Monats (anstelle des letzten halben Jahres) entscheidend. Bei Einkommensverlusten etwa von selbstständigen Eltern entsteht so schneller ein Anspruch.

    Zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit - FAQs Grundsicherung

    Konkret für Thüringen: Freiberufliche Künstler/innen mit Wohnort oder gewöhnlichem Aufenthalt in Thüringen können als Selbständige Grundsicherung beim Jobcenter beantragen, wenn das Einkommen zur Deckung des Lebensunterhalts nicht ausreicht. Der Antrag kann jederzeit formlos telefonisch oder schriftlich gestellt werden und wirkt zum ersten des Monats zurück. Der Neuantrag auf Arbeitslosengeld II ist online abrufbar:

    Zur Webseite der Bundesagentur für Arbeit - Arbeitslosengeld II

    Derzeit sollen die Jobcenter wegen der Arbeitsbelastung nicht persönlich aufgesucht werden. Die vollständig ausgefüllten Anträge (möglichst mit Nachweisen) sollen in den Briefkasten der zuständigen Geschäftsstelle des Jobcenters eingeworfen werden.


    Steuererleichterungen beim Finanzamt

    Um die Liquidität des Unternehmens sicherzustellen, kann man folgende schriftliche Anträge beim Finanzamt stellen:

    • Antrag auf Stundung,
    • Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen zur Einkommensteuer und Körperschaftsteuer,
    • Antrag auf Vollstreckungsaufschub (Vollstreckungsmaßnahmen wurden durch das Finanzamt bereits eingeleitet).

    Im entsprechenden Antragsschreiben sollte kurz das Anliegen dargestellt werden und inwieweit das Unternehmen von der Krise betroffen ist. Der Antrag ist entweder per Post oder E-Mail an das örtlich zuständige Finanzamt zu adressieren.

    Es wird durch die Finanzämter grundsätzlich gewährleistet, dass bei Eingang entsprechender Anträge keine Mahnungen verschickt oder dass ein ggf. erteilter Lastschrifteinzug nicht durchgeführt wird sowie dass keine Vollstreckungsmaßnahmen ausgebracht werden.

    Hinweis: Stundungs- und Erlassanträge für die Gewerbesteuer sind an die zuständige Gemeinde zu richten.

    Quelle und weitere Links: Kurzinformationen und Handlungsempfehlung für Unternehmen und Steuerpflichtige, die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind, des Thüringer Finanzministeriums.


    Was gilt für Projekte?

    Bei bereits bewilligten Projektförderungen ist die Situation vergleichsweise einfach: Bei Absage der Veranstaltungen aufgrund höherer Gewalt können die angefallenen Kosten abgerechnet werden, ggf. kann eine Veranstaltung digital durchgeführt oder später nachgeholt werden.

    Für die Honorare können alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Besteht der Anspruch aus dem Honorarvertrag trotz Absage fort, sind die Honorarzahlungen auch zuwendungsfähig. Ebenso wird im besonderen Fall akzeptiert, dass das Honorar ausgezahlt wird, wenn die Gegenleistung digital angeboten oder zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt wird.

    Bei noch nicht bewilligten Maßnahmen, die in den kommenden Wochen/Monaten stattfinden sollen, ist die Situation komplexer: Wenn jetzt schon feststeht, dass die Veranstaltung gar nicht mehr durchgeführt werden kann, können im Ausnahmefall die bereits angefallenen und nicht mehr vermeidbaren Kosten maximal in Höhe der angekündigten Fördermittel bewilligt werden. Möglicherweise bietet sich aber auch die Gelegenheit, digitale Angebote und Formate zu unterbreiten. Sollten Sie, statt Projekte abzusagen, diese im virtuellen Raum umsetzen können, stehen die Fördermittel natürlich in der angekündigten Höhe zur Verfügung.

    Alle Veranstaltungen nach dem 01.05.2020 können derzeit wie geplant bewilligt werden. Gleichwohl sollte geprüft werden, die Veranstaltungen in die zweite Jahreshälfte zu verlegen.


    Was ist mit Institutionell geförderten Einrichtungen?

    Die institutionelle Förderung wird normal fortgezahlt. Im Bedarfsfall können entgegen der Regelungen im Bescheid Raten früher überwiesen werden, um die Liquidität zu sichern. Je nach Dauer der Einschränkungen wird es am Ende des Jahres ggf. zu weiteren Bedarfen kommen können, die derzeit im Haushalt nicht darstellbar sind. Über diese Bedarfe und mögliche Einsparungen wollen wir uns mit den von uns geförderten Einrichtungen im weiteren Verlauf des Jahres verständigen.


    Was ist noch zu beachten?

    Was in jedem Fall von Kultureinrichtungen und Kulturakteuren getan werden sollte:


    Ausfalldokumentation

    • Künstlerinnen und Künstlern ist zu empfehlen, abgesagte und ausgefallene Veranstaltungen/Aufführungen/Lesungen/Workshops etc. mit Datum, Zeit und Erlös-/Honorarangaben sowie Veranstalter zu dokumentieren;
    • Eigene Schätzung der Verluste auf den Monat berechnen;
    • Dokumentationen sammeln und im Fall von Notfallförderung einreichen.

     

    Meldung von Einnahmeausfällen bei der Künstlersozialkasse

    • Einnahmeeinbußen sollten sofort bei der Künstlersozialkasse gemeldet werden. Damit sinken auch monatliche Beitragszahlungen.
    • Die Künstlersozialkasse ist unbürokratisch bereit, fällige Beiträge zu stunden oder Voraussetzungen für Beitragsabsenkungen abzusenken. Weitere Überlegungen zur Entlastung werden angestellt.
    • KSK Formulardownload und Informationen finden Sie auf der Webseite der Künstlersozialkasse


    Welche Unterstützungsmöglichkeit gibt es noch?

    Sonderprogramm Ernst von Siemens-Kunststiftung (EvSK)

    Die EvSK fördert Restaurierungen, Ausstellungen, Bestandskataloge und Werkverzeichnisse. Hier sind in den Museen und Sammlungen häufig selbständige Wissenschaftler*innen und Restaurator*innen tätig. Soweit Sie in der aktuellen Situation Schwierigkeiten in diesen Projekten haben und Freiberufler in der aktuellen Situation am Museum halten oder in Notlagen unterstützen wollen, können Sie kurzfristig einen Antrag bei der Stiftung stellen. Antragsberechtigt sind nur öffentliche Museen und Sammlungen.

    Geeignet sind Projekte von kleineren Restaurierungsarbeiten oder abgrenzbare Teilaufträge an kunsthistorisch relevanten Objekten in Museumseigentum (2.000 € – 25.000 €), Zuarbeiten oder Schlusssteinfinanzierungen für Bestandskataloge, Werkverzeichnisse oder Ausstellungskataloge (2.000 € – 15.000 €), die an Selbständige vergeben werden.

    E-Mail-Adresse: hoernes.evs-kunststiftung@siemens.com

    Weitere private Stiftungen wollen ebenfalls Notfonds und Soforthilfen auflegen. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Bundesverbands Deutscher Stiftungen.

  • Börsenverein des Deutschen Buchhandels - Hinweise zum Coronavirus

    Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller - Solidarität in Zeiten von COVID-19  – Handreichung für die Unterstützung selbständiger und freier Kulturschaffender

    Die Verwertungsgesellschaft Wort (VG WORT) verweist auf die Unterstützungsmöglichkeiten (PDF, 189 KB, nicht barrierefrei) für Wortautoren und Verleger in aktuellen Notlagen.

    Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten mbH (GVL) hat eine Nothilfe für ihre Wahrnehmungsberechtigten  gestartet. Wahrnehmungsberechtigte, die ausschließlich freiberuflich tätig sind und durch Covid-19-bedingte Veranstaltungs- oder Produktionsabsagen Honorarausfälle erlitten haben, können eine einmalige Hilfe in Höhe von 250 Euro im Rahmen der sozialen Zuwendungen der GVL erhalten.

    FREO e.V. - Handlungsempfehlungen zum Schutz von freiberuflich arbeitenden KünstlerInnen und VeranstalterInnen (PDF, 60 KB, nicht barrierefrei)

    Vereinigung deutscher Opernchöre und Bühnentänzer e. V. - Wissenswertes zur Covid-19-Pandemie (PDF, 90,6 KB, nicht barrierefrei)

    Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (GDBA) - Informationen zum Coronavirus – Hinweise der GDBA

    Orchestervereinigung - Corona-Virus-Leitfaden für Freischaffende

    Aus Anlass der Corona-Krise startet die Deutsche Orchester-Stiftung eine bundesweite Spendenkampagne zugunsten freischaffender BerufsmusikerInnen (PDF, 391 KB, nicht barrierefrei)

    Bundesarchitektenkammer - Coronavirus - Rechtliche Hinweise zum Umgang mit COVID-19

  • Bei öffentlichen, frei oder gegen Entgelt zugänglichen Veranstaltungen und Begegnungsmöglichkeiten aller Art sind die Infektionsschutzregeln entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und gemäß den Vorgaben der jeweiligen Arbeitsschutzbehörden einzuhalten.

    Entsprechendes gilt hinsichtlich der Schutzvorschriften für Personal und anwesende Personen, insbesondere Kunden, Nutzer und Gäste. Ziele der Schutzvorschriften sind die Reduzierung von Kontakten, der Schutz des Personals vor Infektionen sowie die möglichst weitgehende Vermeidung von Schmierinfektionen über Vehikel und Gegenstände.

    Diese Vorschriften sind in einem schriftlichen Hygiene-, Abstands- und Infektionsschutzkonzept (Infektionsschutzkonzept) zu konkretisieren und zu dokumentieren. Verantwortlich für die Erstellung, das Vorhalten und die Vorlage des Infektionsschutzkonzeptes ist der Veranstalter, Leiter, Betriebsinhaber, Geschäftsführer, Vorstand, Vereinsvorsitzende, zuständige Amtsträger oder eine andere Person, der die rechtliche Verantwortung obliegt.

    Infektionsschutzkonzepte müssen mindestens Folgendes enthalten:

    1. die verantwortliche Person,
    2. Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden,
    3. Angaben zur begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel,
    4. Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung,
    5. Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung,
    6. Maßnahmen zur weitgehenden Gewährleistung des Mindestabstands von 1,5 m,
    7. Maßnahmen zur angemessenen Beschränkung des Publikumsverkehrs,
    8. Maßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzregeln,
    9. Maßnahmen zur Sicherstellung des spezifischen Schutzes der Arbeitnehmer im Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz.

    Zusätzlich zu den Infektionsschutzregeln Mindestabstand und verstärktes Reinigungs- und Desinfektionsregime ist Folgendes durch die verantwortliche Person sicherzustellen:

    1. der Ausschluss von Personen mit Symptomen einer COVID-19-Erkrankung,
    2. der Ausschluss von Personen mit jeglichen Erkältungssymptomen,
    3. eine aktive und geeignete Information der anwesenden Personen über allgemeine Schutzmaßnahmen, insbesondere Händehygiene, Abstand halten, Rücksichtnahme auf Risikogruppen sowie Husten- und Niesetikette, und das Hinwirken auf deren Einhaltung

    Thüringer SARS-CoV-2-Maßnahmenfortentwicklungsverordnung vom 12. Mai 2020

    Branchenregelungen zur Erstellung der Schutz- und Hygienekonzepte

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: